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Zum Graben

 
Der Lagergraben der Römer

Seit ungefähr 800 Jahren gibt es den Graben als Platz, doch was sich davor an jener Stelle in Wien befunden hat, lässt sich leicht erraten. Während der Römerzeit war dort, wo heute Touristen und Passanten zwischen Stephansdom und Pestsäule flanieren, der Lagergraben des Kastells Vindobona. Erst um 1200 wurde dieser zugeschüttet - die Stadt wuchs und machte dies erforderlich. Die alte Bezeichnung "Am Graben" hielt sich jedoch über die Jahrhunderte bis zum heutigen Tag.

 

Milch und Gemüse in Mittelalter und früher Neuzeit

Schon bald entdeckten Händler den Platz "Am Graben" für sich. Um 1300 ist er als Milchmarkt überliefert, später wird auch Kraut, Fleisch und Brot feil geboten. Die längste Zeit jedoch dient der Platz am Graben als Gemüsemarkt. Bis in die Mitte des 18ten Jahrhunderts wird hier von der Wiener Bevölkerung um Preise gefeilscht, jedoch dient er auch bereits in dieser Zeit als Krippen- und Christkindlmarkt.

 

Feste und Straßenkunst bis heute

Im Laufe der Zeit wird das Marktwesen immer weiter verdrängt. Der Graben wird zum Festplatz, er dient für Ausstellungen und andere festliche Ereignisse.

Auch heute nützen Musiker, Zauberer und andere Straßenkünstler den Graben für ihre Aktivitäten.